Inklusionscampingplatz am Störmthaler See

Camping für ALLE - Gemeinsam am See

Startschuss für den Inklusionscampingplatz mit Vorbildcharakter! Nach jahrelangen Vorbereitungen soll ab 2024 erstmals in der Region ein ganzheitliches und barrierefreies Camping- und Freizeitangebot für ALLE Menschen entstehen. Im Einklang mit der Natur wird eine ganz besondere Destination für Naherholung sowie regionalen und überregionalen Tourismus errichtet.

Das Areal ist so angelegt, dass Besucher*innen aller Generationen mit und ohne Beeinträchtigung naturnah und vor allem barrierefrei Urlaub machen können.

Von der Familie mit Kleinkind im Kinderwagen, über den/die Senior*in mit Rollator, dem/der Rollstuhlfahrer*in bis hin zum/zur Schwerstmehrfachbehinderten dürfen sich alle Besucher*innen auf eine tolle Zeit am See und vielfältige Freizeitangebote freuen – barrierefrei, naturnah und sicher.

Das Motto lautet: Camping für ALLE – Gemeinsam am See!

Campingplatz mit gesellschaftlichem Mehrwert

Stellplätze für Zelte und Wohnmobile, Ferienhäuser, ein bewachter Strandbereich mit Gastronomie sowie Spiel- und Abenteuerplätze laden zum Urlaub machen ein. Das gesamte Areal ist nachhaltig und regenerativ konzipiert und auf die Erholungsbedürfnisse von Jung und Alt sowie Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen gleichermaßen ausgerichtet.

Eine weitere tolle Besonderheit: Auf dem Campingplatz entstehen Arbeitsplätze für Menschen mit Beeinträchtigungen. Damit bekommt die Region Leipzig ein einzigartiges Projekt, welches die doppelte Inklusion garantiert.

Gebaut wird das Areal durch die Zusammenarbeit der Gemeinde Großpösna und dem Städtischen Eigenbetrieb Behindertenhilfe der Stadt Leipzig (SEB). Im Umfeld des Campingplatzes sind zusätzlich Flächen für tierpädagogische Angebote sowie eine Einrichtung für Eingliederungshilfe.

Die Kosten für das Projekt werden bis zu 90 Prozent über Strukturwandelmittel des Bundes bzw. des Freistaates Sachsen zur Entwicklung ehemaliger Tagebaugebiete gefördert. Mit der Fertigstellung wird 2026 gerechnet.

  • 2026

    voraussichtliche Fertigstellung

  • 185

    Standplätze für Zelte und Camper

  • 420.000

    Gesamtfläche

  • 90.000

    Campingplatzfläche

Planungsphase
2023

Genehmigungsphase

Betreibersuche

Bauphase

Fertigstellung
2026

Luftbild Areal

Die hier gezeigten Visualisierungen sind unverbindliche Planungsentwürfe. Sie zeigen das Vorhaben grundhaft, um das Projekt „Gemeinsam am See“ zu visualisieren und greifbar zu machen. Mit fortschreitender Planung und Entwicklung des Areals können sich Details ändern.

Aktuelles

In der Dienstberatung des OBM bestätigt

Ein weiterer Meilenstein ist geschafft. Der aktuelle Planungsstand für den naturnahen Inklusionscampingplatz wurde jüngst in der Dienstberatung des Oberbürgermeisters von Leipzig bestätigt. Das Projekt erfüllt damit sämtliche Aspekte für Barrierefreiheit, Nachhaltigkeit und Naturnähe. Leipzigs Sozialbürgermeisterin Dr. Martina Münch lobt das wegweisende Projekt, das echte Teilhabe ermöglicht. Mit Zustimmung des Leipziger Stadtrats könnten Ende des Jahres die Bauarbeiten beginnen.

Öffentliche Auslegung des Entwurfs zum Bebauungsplan

Nach der Zustimmung des Gemeinderats der Gemeinde Großpösna sind ab sofort und noch bis zum 15. März 2024 die Pläne des Bebauungsplans für den Inklusionscampingplatz am Störmthaler See öffentlich ausgelegt. Interessierte Bürger können die detaillierten Planungen während der Öffnungszeiten in der Gemeindeverwaltung Großpösna (Im Rittergut 1, Zimmer 110) einsehen. Auch online sind die Unterlagen abrufbar. Sie sind zu finden unter: https://bit.ly/auslegung 

Fördermittelantrag Inklusionscampingplatz Störmthaler See Leipzig

1.200 Seiten – Fördermittelantrag eingereicht

Es ist geschafft! Wir haben alle Unterlagen zusammen und konnten jüngst den Fördermittelantrag für unseren geplanten Inklusionscampingplatz an die Sächsische Aufbaubank (SAB) übermitteln. Insgesamt 1.200 Seiten stark ist unser Antrag und stellt das Vorhaben detailliert vor. 

Jetzt heißt es „Daumen drücken“! Denn nun erfolgt die fachliche Prüfung, die durchaus bis zu drei Monaten dauern kann. Kein Wunder bei diesem Umfang. 

Wir sind zuversichtlich, dass wir mit unserem Antrag überzeugen können und arbeiten in der Zwischenzeit an der weiteren Planung. 

Großes mediales Interesse

Direkt am Wasser, viel Grün drumherum und zahlreiche Urlaubsangebote für Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen: Kein Wunder, dass der Inklusionscampingplatz am Störmthaler See auf großes Interesse der mitteldeutschen Medien stößt.

Seit der Veröffentlichung der Visualisierungen und den damit verbundenen Einblicken in die Gestaltung des zukünftigen Areals sind zahlreiche Artikel mit durchweg positiver Resonanz erschienen. So haben beispielsweise Radio SAW, die Leipziger Volkszeitung oder auch der Mitteldeutsche Rundfunk ausführlich über das Vorhaben berichtet. Sehr gut: Denn beim Thema Inklusion haben wir in Deutschland noch ein ganzes Stück Arbeit vor uns. 

Campingplatz zeigt sich der Öffentlichkeit

Mit dem offiziellen Start der Webseite, fotorealistischen Visualisierungen (Planungsstand Q2 2023) und der Veröffentlichung des Projektstandes über die Medien bekommen Interessierte ab sofort einen detaillierten Einblick in die aktuellen Planungen für den Inklusionscampingplatz am Störmthaler See.

Auf den Bildern lässt sich gut erkennen, wie die Stellplätze für Zelte und Wohnmobile sowie die Ferienhäuser mitten in die Natur integriert werden sollen und zugleich zahlreiche Erholungsmöglichkeiten für Menschen mit und ohne Beeinträchtigung entstehen werden.

FAQs

Wie konkret sind die Planungen für das Erholungsareal?

In einer Machbarkeitsstudie wurde das Projekt mit seinen komplexen Anforderungen an Inklusion, Naturschutz und Wirtschaftlichkeit an dem gewünschten Standort überprüft und bestätigt. Die Projektpartner, spezialisierte Fachplaner*innen und externe Experten*innen aus den Bereichen Ökologie und Inklusion sowie Tourismus bringen in der aktuell stattfindenden Konzeptionsphase die unterschiedlichen Bedürfnisse und Anforderungen aller Bereiche in Einklang. Sie stellen dies den verantwortlichen Gremien in den beteiligten Gemeinderäten und Stadtverwaltungen zur Entscheidungsfindung detailliert vor. Parallel dazu werden die Fördermittelanträge für die Entwicklung ehemaliger Tagebaugebiete beantragt.

Sind alle Angebote auf dem Areal vereint oder gibt es unterschiedliche Bereiche?

Das Campingplatzareal wird eine idyllische Dorfstruktur erhalten. Aufgeteilt in drei Bereiche entsteht so ausreichend Raum für eine naturnahe Gestaltung bei gleichzeitig hervorragender Infrastruktur für Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen bzw. Schwerstmehrfachbehinderte. Neben dem Campingplatz mit Gastronomie werden so die barrierefreien Ferienhäuser als Tinyhäuser in die Umgebung integriert. Als dritter und eigenständiger Bereich sind die tierpädagogischen Angebote, sowie die Einrichtung der Eingliederungshilfe ins Gesamtensemble eingebettet.

Was bedeutet ALLE für uns?

Mit alle, meinen wir ALLE. Der Inklusionscampingplatz ist generationsübergreifend für Jung und Alt angelegt. Er bietet Erholung für jeden Einzelnen, Paare und Familien mit Kindern – egal ob Tagestouristen*innen oder Urlauber*innen. Es entsteht Erholungsraum unabhängig von individuellen Voraussetzungen und für Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen gleichermaßen. Selbst wer auf pflegerische Unterstützung angewiesen ist, wird auf dem Inklusionscampingplatz am Störmthaler See eine schöne Zeit verbringen können.

Warum ist Inklusion auf einem Campingplatz so wichtig?

Auch Menschen mit Beeinträchtigungen und deren Angehörige brauchen Erholung. Deshalb ist beispielsweise Unterstützung in Form von Fachkräften und geschultem Personal auf dem Areal notwendig. Wenn es dann um naturnahen Urlaub geht, gibt es zusätzlich zahlreiche organisatorische und infrastrukturelle Besonderheiten zu meistern. Denn ein Campingplatz ist in der Regel aufgrund der naturnahen Lage nicht barrierefrei. Ein inklusiver Campingplatz wird diesem Anspruch gerecht und schafft einen Erholungsort für ALLE.

Was bedeutet Inklusion auf einem Campingplatz?

Die Anforderungen für einen inklusiven Campingplatz sind vielfältig. Das betrifft beispielsweise die Gehwegbreiten für Rollstuhlfahrer, Leitsysteme für Blinde aber auch barrierefreie Zugänge zur Gastronomie, für die Ferienhäuser oder auch Bademöglichkeiten am Strand. Zugleich soll das Areal naturnah sowie nachhaltig sein und regenerative Versorgungstechnologien nutzen. All dies in Einklang zu bringen, ist eine komplexe Aufgabe, die nur mit erfahrenen Partnern, Betroffenen und dem nötigen Feingefühl zu bewältigen ist.

Wer wird der Betreiber des Areals sein?

Der spätere Betreiber des Areals wird im weiteren Verlauf der Projektentwicklung ausgeschrieben und bestimmt. Wichtige Kriterien sind dabei die Gemeinnützigkeit sowie der Status als anerkannter Inklusionsbetrieb. Neben der Sicherstellung der Wirtschaftlichkeit ist die ganzjährige sozialversicherungspflichtige Beschäftigung von Menschen mit Beeinträchtigungen ein wichtiges Kriterium.

Am Störmthaler See gibt es doch bereits ein Ferienressort. Warum braucht es an diesem Standort noch ein zweites?

Das bereits am Störmthaler See vorhandene Ferienressort mit seiner Hotelanlage, den Ferienhäusern, exklusiven Stellplätzen für Campingfahrzeuge und dem dazugehörigen Hafen ist schon jetzt nahezu ausgebucht, verfügt über keinen Zeltplatz und ist zudem nicht auf Menschen mit Beeinträchtigungen bzw. Schwerstmehrfachbehinderte ausgerichtet.

Erholungsangebote und Beschäftigungsmöglichkeiten für diese Menschen sind generell in Deutschland zu wenig vorhanden. Auch die Region Leipzig hat hierbei Nachholbedarf. Entsprechend groß ist die Nachfrage für Naherholung und Tourismus für Gäste mit unterschiedlichen persönlichen Voraussetzungen und deren Angehörigen.

Haben die Bauarbeiten schon begonnen?

Mit einem Start der Bauarbeiten ist im Jahr 2024 zu rechnen.

Wird für das Erholungsareal viel Natur zerstört und sind Ausgleichsflächen geplant?

Wie bei jedem Bauprojekt wird es auch bei diesem Eingriff in die Umgebung geben. Beim überwiegenden Teil des Gesamtareals handelt es sich um eine Tagebaufolgelandschaft, welche als sogenannte „Zwischenlandschaft“ in den vergangenen Jahrzehnten massiv von menschlicher Hand überformt wurde. Der Campingplatz selbst wird hingegen auf einer derzeitigen Ackerfläche errichtet.

Für die angrenzenden Erschließungsbereiche, in denen sich aufgrund der jahrelangen Planungszeiten bereits Pflanzen und Tiere angesiedelt haben, werden schonende und umweltgerechte Lösungen angestrebt. Das betrifft sowohl Ausgleichsflächen für die Aufforstung wie auch die Berücksichtigung dieser sensiblen Abschnitte bei einer möglichen Umsetzung beziehungsweise Anpassungen der Baumaßnahmen.

Zu diesem Zweck haben die Projektpartner*innen neben den entsprechenden Fachämtern und staatlichen Institutionen auch externe Experten*innen mit an Bord geholt.

Davon profitiert die Natur vor Ort besonders. Denn das in den vergangenen Jahren an dieser Stelle stetig zunehmende und in seiner Ausdehnung um sich greifende „wilde Baden“ ohne Rücksicht auf Flora und Fauna sowie das damit einhergehende Lärm- und Müllproblem ist dann nicht mehr möglich. Vielmehr entsteht eine attraktive Adresse für die Erholung am See – sicher, sauber und umweltgerecht.

Welche weiteren Experten*innen sind eingebunden?

Neben den fachlichen Mitarbeitern*innen der beiden Projektpartner, den beauftragten Fachplanern*innen und den zuständigen staatlichen Behörden sowie Institutionen setzen der SEB und die Gemeinde Großpösna auf das Fachwissen und die jahrelange Erfahrung zahlreicher externer Experten*innen. So findet beispielsweise der Austausch mit Vertretern*innen aus dem Hotel- und Gaststättenwesen sowie regionalen Tourismusvertretern statt. Bei der Planung des Areals fließt außerdem die Kompetenz von Menschen mit Behinderungen, dem Behindertenbeirat und Inklusionsberatern mit ein. Darüber hinaus wird auch das Know how von Experten*innen zum Thema Biodiversität eingeholt und deren Hinweise berücksichtigt. Und dank der Unterstützung einer europäischen Initiative für nachhaltiges Camping wird der Campingplatz dauerhaft umwelt- und sozialgerecht betrieben werden.

Wie sieht es mit der Bürgerbeteiligung aus?

Die Öffentlichkeit ist in vielfacher Hinsicht in das Projekt mit eingebunden. So finden beispielsweise regelmäßige Veröffentlichungen in den Medien statt. Hinzu kommen die üblichen Verfahrensweisen wie die zweifache Auslegung des Bebauungsplans (Vorentwurf und Entwurf) sowie weitere projektbezogene Informationsveranstaltungen. Außerdem gibt es einen Projektbeirat, in dem zusätzlich zu den Planern*innen, Entwicklern*innen, Architekten*innen und den Vertretern*innen der Gemeinde Großpösna auch eine bestimmte Anzahl an gelosten Bürgern*innen aus Großpösna vertreten sind. Diese bringen mit ihrem ehrenamtlichen Engagement wertvolle Hinweise aus der Bürgerschaft in das Projekt mit ein.

Welche weiteren Vorteile hat der Campingplatz?

Vom Campingplatz profitiert unmittelbar auch die Region. Sowohl beim Bau als auch beim späteren Betrieb wird es die Kompetenz der lokalen Betriebe in vielerlei Hinsicht brauchen. Geplant ist außerdem die Verwendung von in der Region produzierten Lebensmitteln, wodurch weitere Wertschöpfungsketten und deutliche Vorteile für ein gesundes und nachhaltiges Ernährungsangebot entstehen. Auch bereits vorhandene touristische und gastronomische Angebote im Umfeld dürfen sich aufgrund der Magnetwirkung des Campingplatzes über zusätzliche Besucher*innen freuen. Dies unterstützt eine dauerhaft positive Entwicklung für die Menschen der Region, der lokalen Wirtschaft und aufgrund der zunehmenden Begeisterung für Naherholung für mehr Umweltschutz.

Die Projektinitiatoren

Städtischer Eigenbetrieb Behindertenhilfe (SEB)

Projektträger

Der Städtische Eigenbetrieb Behindertenhilfe (SEB) der Stadt Leipzig entwickelt und betreibt seit fast 25 Jahren stationäre, teilstationäre und ambulante Angebote zur Betreuung und Förderung von Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen, psychischen Erkrankungen bzw. sozialen Benachteiligungen. Über 700 Mitarbeiter*innen begleiten fachlich qualifiziert, mit Engagement und viel Herz rund 1.500 Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Ziel ist die gemeinnützige Integration und Inklusion.

Für das Campingplatzareal am Störmthaler See übernimmt der SEB die inhaltliche Konzeption des Projekts, realisiert die Planung sowie den Bau und bereitet das Auswahlverfahren für den späteren Betreiber vor, der das Areal nach nachhaltigen, gemeinnützigen und unter der Berücksichtigung von Inklusionsaspekten bewirtschaften wird.

Gemeinde Großpösna

Großpösna ist südöstlicher Nachbar der Stadt Leipzig und zeichnet sich durch ein hohe Entwicklungsdynamik und Lebensqualität aus. Die Gemeinde ist durch den 730 Hektar großen Störmthaler See, der mit dem benachbarten Markkleeberger See aus dem gefluteten Braunkohletagebau Espenhain entstand, zunehmend ein attraktives Ziel von Erholungssuchenden und Gästen. Die Gemeinde verfügt über die regionalplanerische Sonderfunktion Tourismus. Die Entwicklung des Störmthaler Sees als „grünen See“ mit wenig ufernaher Bebauung wird von den Gästen geschätzt und den kommunalen Akteuren konsequent umgesetzt. An einem kleinen Teil des rund 23 km langen Ufer des Störmthaler Sees wird das geplante Erholungsareal entstehen. Die Kommune ist dabei für die äußere Erschließung des Areals in Zusammenarbeit mit der Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV) verantwortlich.

Die Partner planen und realisieren dabei die Zubringerstraßen, Wendeschleifen, Parkplätze, den Strandbereich, eine Basisstation für Rettungsschwimmer und die Verweilzonen. Außerdem kümmern sie sich um die notwendige Infrastruktur für Wasser, Abwasser und Strom.